Getragen. Ausgehalten. Und jetzt?
Wenn Angehörige von Krebspatient:innen ihren eigenen Weg finden müssen.
Auch für Sie war (und ist) die Krebserkrankung ein Einschnitt. Sie haben unterstützt, getragen, vielleicht geschwiegen, vielleicht gekämpft. Während die medizinische Behandlung im Fokus stand, haben Sie Ihre eigenen Bedürfnisse womöglich hintenangestellt. Nun scheint das Schlimmste überstanden – doch innerlich ist vielleicht noch vieles offen.
Viele Angehörige erleben nach der akuten Phase eine Mischung aus Erschöpfung, Unsicherheit und innerer Unruhe. Es kann schwerfallen, zur “Normalität” zurückzukehren, wenn sich innerlich nichts mehr normal anfühlt. Manche kämpfen mit Schuldgefühlen, Überforderung oder dem Gefühl, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden. Andere spüren, dass sie selbst nie wirklich zur Ruhe gekommen sind.